Volksinitiative "JA zu Bargeld"
Mit der Volksinitiative «JA zu Bargeld» wollen Jürgen Schädler und Herbert Elkuch die freie Wahl des Zahlungsmittels sichern. Die Initiative wurde am 19.02.2026 bei der Regierung des Fürstentums Liechtenstein zur Vorprüfung eingereicht und verlangt die gesetzliche Annahme von Bargeld bei Konsum- und Dienstleistungszahlungen.
Die Initianten sind überzeugt, dass Bargeld auch künftig ohne Nachteile als Zahlungsmittel genutzt werden kann. Bargeld soll damit ein verlässliches Zahlungsmittel bleiben. Digitale Zahlungsmöglichkeiten werden durch die Initiative nicht eingeschränkt. Die Initiative richtet sich ausdrücklich nicht gegen digitale Zahlungsformen.
In Liechtenstein ist es derzeit noch weitgehend möglich, Konsum und Dienstleistungen bar zu bezahlen. Ohne eine klare gesetzliche Regelung, besteht jedoch die Gefahr, dass durch die zunehmende Nutzung digitaler Zahlungsmittel die Infrastruktur für Bargeld schrittweise geschwächt wird.
Bei Zahlungen vor Ort verschiebt sich die Zahlungsmittelnutzung weiter von Bargeld zu bargeldlosen Zahlungsmitteln. Trotz dieser Entwicklung möchte der allergrösste Teil der Bevölkerung, dass Bargeld weiterhin als Zahlungsmittel zur Verfügung steht.
Um diesem Wunsch nachzukommen, sieht die Initiative eine Ergänzung im «Gesetz vom 26. Mai 1924 betreffend die Einführung der Frankenwährung» vor. Ein zusätzlicher Absatz in Artikel 1 soll sicherstellen, dass Bargeld auch in Zukunft parallel zu den digitalen Zahlungsmitteln akzeptiert bleibt.
Die Initianten betonen, dass die bestehende Bargeldinfrastruktur und die bisher gelebte freie Wahl des Zahlungsmittels, erhalten werden soll. Gerade weil Bargeld heute noch fast überall angenommen wird, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, diese bestehende Praxis gesetzlich abzusichern. In mehreren Staaten wurde die Annahme von Bargeld in den letzten Jahren bereits ausdrücklich gesetzlich, teilweise sogar in der Verfassung, verankert.
JA zu Bargeld bedeutet: Freiheit, Anonymität, Unabhängigkeit, Selbständigkeit, Sicherheit.